Gartenportal

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Gartenportal

Begüterte Familien hatten in der Grafschaft Bentheim nicht nur den Wunsch, ihr Haus repräsentativ zu gestalten, sondern auch den Zugang zu ihrem nicht unbedingt direkt ans Haus angrenzenden Garten entsprechend darzustellen. Gartenportale aus Bentheimer Sandstein waren daher in der ganzen Grafschaft nicht selten. Als ältestes und anspruchsvollstes ist ein 1652 errichtetes Portal im Hagen 23 in Schüttorf erhalten geblieben, das Formen der Spätrenaissance und des Frühbarock erkennen lässt. Der Aufsatz des auf zwei Säulen ruhenden  Türsturzes ist ornamental mit aufrecht stehenden Pelikanen verziert, die als christliche Symbolik interpretiert werden. Die großzügigen Gärten im Hagen entstanden in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts durch das Abtragen der Wälle und das Zuschütten der davor verlaufenden Befestigungsgräben. Die neuen Flächen verkaufte die Stadt an betuchte Bürger, die sich repräsentative Gärten dort anlegten.

 

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